MADELEINE ALIZADEH

Ich bin zuversichtlich und optimistisch, dass wir trotz aller Herausforderungen, die das 21. Jahrhundert stellt, das Ruder herumreißen können und zusammen für mehr Gerechtigkeit einstehen können.

Foto: Maria Noisternig

Die stärksten Stimmen der neuen Klimabewegung sind junge Frauen. Das kürzliche (virtuelle) Aufeinandertreffen von Alexandria Ocasio-Cortez (US-amerikanische Aktivistin und Politikerin der Demokratischen Partei) und Greta Thunberg zeigt es besonders. Diese zwei Frauen haben gemeinsam, dass sie jung sind, viel Support aber auch viel Widerstand erfahren.

Im Verlauf des Gesprächs diskutieren sie unter anderem darüber, wie es ist für ihr Alter deklassiert zu werden und wie deprimiert man eigentlich über das Zukunftsszenario des Planeten sein sollte. Sie sprechen vom Tabu junge Menschen zu früh zu politisieren und der unsagbaren Macht der Hersteller fossiler Brennstoffe.

Ocasio-Cortez sagt in dem Gespräch: "Menschen betrachten Führung als eine glamouröse, mächtige Sache. Doch Führungskraft zu sein heißt, zuerst zu kommen und die Agenda festzulegen. Was die Leute jedoch nicht merken, ist, dass Führung auch enorm schwierig ist. Es ist eine Verantwortung und macht keinen Spaß. Bei Führung geht es darum, Dinge zu tun, bevor andere sie tun. Es geht es darum Risiken einzugehen und Entscheidungen zu treffen, auch wenn man nicht 100% weiß, wie das Ergebnis aussehen wird."

In dem Gespräch geht es vor allem um zwei Qualitäten: Mut und Hoffnung. Und so kitschig und banal es klingen mag, die junge Klimabewegung treibt genau diese Eigenschaften. Mut und Hoffnung sind ansteckend, das stelle ich jeden Tag erneut im Austausch mit meiner Community fest. Wir Jungen wollen keine Hiobsbotschaften, kein Doomsday Szenario und definitiv nicht ständig darauf hingewiesen werden, wir seien zu jung.

Wir wollen etwas verändern, gemeinsam. Hoffnung ist die Leidenschaft für das, was möglich ist und diese Hoffnung ist unsere gemeinsame Schnittmenge im Anliegen, die Klimakrise zur höchstpriorisierten politischen Agenda zu machen. Mindestens so viral wie der Content, den ich kreiere, ist diese Hoffnung, mit der es gilt, alle Mitmenschen anzustecken. Für eine gemeinsame, bunte und gerechte Zukunft, für die ich mich, auch politisch, engagieren möchte.

Über:

Madeleine Alizadeh: Ich wurde in Wien geboren, bin ausgebildete Fotografin, studierte unter anderem für eine Zeit Politikwissenschaft und Ethnologie und gründete 2010 meinen Blog "dariadaria". Der Blog wurde kurz darauf zu einem der meist gelesenen im deutschsprachigen Raum und zu einer großen Informationsplattform zum Thema Nachhaltigkeit. Seit 2017 betreibe ich keinen Blog mehr, sondern Instagram, ein faires Modelabel und einen Podcast, nebenbei bin ich Autorin. 

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